Schnorchelfabrik Weblog : minimal blogging redux


Schnipsel zur Netzkultur, Informations-Allmende und Randgebieten

Freitag, 30. Januar 2004

Tironische Noten (Wissenslücken, I)
...bezeichnen ein altes römisches Kurzschriftsystem, als dessen Erfinder Marcus Tullius Tiro -- ein ehemaliger Sklave von Cicero -- gilt. Der erste Nachweis stammt aus dem Jahre 63 v. Chr. Die tironischen Noten waren bereits im mittleren Mittelalter nicht mehr weit verbreitet und sind heute außerhalb von Forscherkreisen so gut wie unbekannt.
Google liefert 195 Treffer bzw. gerade einmal vier (!) für den Suchbegriff "Tironische Note"

Im typographischen Lexikon heißt es weiter: Tiro hat, um das gesprochene Wort quasi synchron festzuhalten, alle Möglichkeiten zur vereinfachten Darstellung ausgeschöpft; in systematischer Kombinatorik von bereits üblichen mit neuen Abbreviaturen, von Graphemkürzungen mit Strichen, Punktierungen und Durchkreuzungen entwickelte er ein 4.000 Zeichen umfassendes Repertoire, das von seinen Schülern Vipsanius Filagrius und Aquila noch erweitert wurde.

um 22:50 in /schrift  [#]

Donnerstag, 29. Januar 2004

Bibliothekskataloge und Stand der Technik
To get a catalog to associate materials that I know are associated in scholarly practice, I often have to execute exotic combinations of keywords and authors. Disciplines dont guide me to those clusters of scholarship, subject headings dont guide me to them, and even the keywords that most obviously ought to guide me indiscriminately lump those clusters in with works that have almost no relationship to them, schimpft Tim Burke über die Bibliothekskataloge. Wohl ist es oft frustrierend, mit halbherzig verschlagworteten Datensätzen konfrontiert zu werden, welche kaum eine vollständige Suchabdeckung ermöglichen. Von Bibliothekarenhand streng nach komplexen Regelwerken gepflegte bibliographische Datensammlungen sind vielleicht nicht der Weisheit letzter Schluss, aber eigentlich immer besser als Amazon oder der Buchhandelskatalog. Die Integrierung von fortgeschrittenem Technikgedöns zur linguistischen Clusterbildung oder wie die Informatiker das dann nennen mögen ist dennoch wohl nur noch eine Frage der Zeit.
(über Catalogablog)

um 22:37 in /biblio  [#]

We want to be heard. And we know how to blog.
Ein Jahr Weblog-Erfahrung ist nicht allzu viel, aber immerhin genug, um zu wissen, welche Vorteile dieses Medium mit sich bringt. Die Möglichkeiten waren im Grunde seit Beginn des Internet gegeben, die große Welle aber setzte erst vor ein paar Jahren ein. Als Ausweis der Medienkompetenz reicht nun nicht mehr die eigene Homepage, sondern das Weblog muss es sein (daher habe ich ja auch eins, haha).
Bemerkenswert ist das Selbstdarstellungspotenzial der librarians vor allem in den USA, wozu auch Weblogs eine große Rolle spielen. Ein schönes Beispiel, eine Seite von Ch. Wallace: We are techy, savvy, multi-task like a hurricane, and welcome a challenge. Yeah.
(über Library Stuff)

um 22:36 in /biblio  [#]

Ups... RSS-Feed repariert
Der Link in meinem Feed funktioniert nun. Hat wohl eh keiner gemerkt die ganzen Monate :-)
Soll heißen: nun gibt es also doch einen permanent link. Und letztendlich ist nun das Design vollkommen tabellenfrei, da mittlerweile ziemlich jeder Browser mit absoluter Positionierung via CSS was ordentliches anfangen kann. Das solls aber erstmal gewesen sein: Zeit für einen kleinen Neuanfang für ein kleines Weblog. Und, liebe Feedreader: einmal am Tag reicht eigentlich. Wenn überhaupt. Wirklich. Dies ist definitiv ein gemütliches Weblog!

um 22:00 in /meta  [#]

Mittwoch, 28. Januar 2004

Update auf Blosxom 2.0, Standards, the zen of blogging
Blosxom 2.0 heruntergeladen, installiert, läuft. Kleinstes Weblog aller Zeiten inklusive Kategorienverwaltung, Archivierung und zahlreicher schmaler Plugins. Nebenbei die Optik aufgefrischt und alles hübsch standardisiert. Der Charakter dieses Weblogs wird sich vielleicht ändern. Mehr eigener Senf zwecks Redundanzvermeidung. Archiv? Der Information Overload ernährt sich auch von Bloggern. Keine erstaufgestöberten Web-Kuriosa, lieber gut abgehangenes in neuem Licht betrachten. Einen Gang tiefer schalten: Minimal blogging. The zen of blogging.

um 00:48 in /meta  [#]

Sonntag, 25. Januar 2004

Hysterische Bibliothekarinnen retten die Freiheit der Benutzer
Mit dem schlagkräftigen Slogan Another "Hysteric" Librarian for Freedom können sich nun alle Wissenstempel-Angestellten dem viel gerügten US Patriot Act entgegen stellen. Die American Library Association verkauft einen Button for the thousands of librarians who fight everyday to protect the privacy rights of library users.
Sammelbestellungen sind günstiger. Buttonbewehrte Bibliothekare werden demnächst von mehreren FBI-Agenten rund um die Uhr observiert und bei Koran-Ausleihen einzeln verhört.
(Info-Commons Blog)

um 22:33 in /biblio  [#]